Der Distriktsschulinspektor schrieb dazu:

Schullehrer Georg B. von Waldau hat anliegendes Versetzungsgesuch übergeben.

Lehrer B. ist noch ledig und hat seine Mutter bei sich. Waldau war für ihn ein gefährlicher Ort. Er schloss sich, trotz Warnung, an die Söhne des Gutsbesitzers an und besuchte fleißig die vielen im Ort befindlichen Wirtshäuser. Bald kam er in den Verdacht, Liebesverhältnisse angeknüpft zu haben, bei denen die Eltern auf eine Verehelichung rechneten. Die Distrikts- Schulinspektion hat wohl von den Gerüchten gehört, allein weder ein Selbstgeständnis noch Beweise für seine Schuld gefunden. Auch gerichtlich wurde nichts konstatiert, darum konnte seine Versetzung nicht beantragt werden, weil Lehrer B., wie seine letzte Schulprüfung gezeigt hat, sowohl die nötigen Kenntnisse als auch genügenden Fleiß besitzt und in letzter Zeit keinen Anlass zum Tadel gegeben hat.
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