Kirchroth

Johann Georg B. wurde am 19 März 1867 zum Verweser der Schule in Kirchroth ernannt.
 

Am 3. Juni 1867 schrieb der kgl. Distriktsschulinspektor an die kgl. Regierung der Oberpfalz und von Regensburg:

Gehorsamster Bericht der kgl. Distriktsschulinspektion Wörth

Die Wiederbesetzung des katholischen Schul- und Kirchendienstes zu Kirchroth betreffend.

Unter Bezugnahme auf den gehorsamsten Bericht vom 6. April laufenden Jahres wird der Antrag vom 8. in aller Ehrerbietigkeit dringenst erneuert und zwar mit folgenden Gründen:

1.) Der betreffende Schuldienst hat Feld- und Wiesengründe, die Heuernte steht in Bälde bevor. Ist ein Lehrer da, so kann er die Ernte selbst vornehmen und sicherlich um den vierten Teil der Kosten bewerkstelligen, da ihm wenigstens die Spanndienste unentgeltlich geleistet werden.

2) Wird der Dienst nicht alsbald besetzt, so bleibt der Schulgemeinde nichts übrig als die Verpachtung der Grundstücke, was für einen Lehrer für die nächste Zeit schon und für die Ökonomie für das nächste Jahr von größtem Nachteil wäre.

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Da er sich keine Einrichtung für die Lehrerwohnung leisten konnte, wohnte  J. Georg B. im Wirtshaus.
Der Gemeindevorstand glaubte, dass J.Georg B. zu jung sei, um dem hiesigen Schul-und Mesnerdienst vorstehen zu können. Außerdem beschwerte er sich weil B. angeblich das Schulhaus und den Schulgarten zu wenig beaufsichtigte.

Am 29. September 1867 wurde er aus Kirchroth abberufen.